Ein Energienutzungsplan ist ein informelles räumliches Planungsinstrument für eine oder mehrere Gemeinden. Der Energienutzungsplan stellt die zukünftige energetische Entwicklung in der Gemeinde unter Einbeziehung des Bestandes systematisch dar. Er koordiniert die derzeitigen und zukünftigen Energieverbräuche und Siedlungsstrukturen, die regionalen Energieressourcen sowie potentielle Energieprojekte der Gemeinde in Form eines übergeordneten Gesamtkonzepts. Er bildet somit die Basis, um Energieeinsparung, Energieeffizienz und die Umstellung auf regenerative Energieträger aufeinander abzustimmen.

Inhalt eines Energienutzungsplanes:

  • Komplette Erfassung des Energieverbrauchs der Kommune untergleidert nach Sektoren (Private Haushalte, Kommune, Gewerbe/Industrie, Mobilität)
  • Erstellung einer umfassenden Energie- und CO2-Bilanz
  • Partizipation wichtiger Akteure in speziellen Workshops
  • Potenzialanalyse für regenerative Energien
  • Verortung der Potenziale und Aufzeigen der Interdependenzen zwischen den Potenzialen und der Netzinfrastruktur (z.B. durch Auswertung der Kapazitäten von Umspannwerken oder durch Erstellung eines Wärmekatasters mit Empfehlungen für Nahwärmesysteme)
  • Szenarienentwicklung zur Umsetzung der Potenziale für regenerative Energien
  • Maßnahmenkatalog für die kommunalen Entscheidungsträger als Hilfestellung zur Umsetzung

Förderfähig sind die Kosten der Studie (Kosten für Planung, Durchführung und öffentlichkeitswirksame Präsentation der Studienergebnisse, z.B. in einer Bürgerversammlung). Die Förderung wird als Anteilfinanzierung in Form eines einmaligen Zuschusses gewährt. Der Fördersatz beträgt bis zu 70% für kommunale Gebietskörperschaften.

 

Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite des StMWI:

...sowie auf der Seite des Projektträgers (hier können Förderanträge gestellt werden):

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