Die zuvor beschriebenen intergrierten Klimaschutzonzepte und -teilkonzepte im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative sind Voraussetzung für verschiedene Folgeförderungen.

Diese stellen sich aktuell wie folgt dar:

  • Schaffung einer Stelle für Klimaschutzmanagement

    Gefördert wird die im Rahmen des kommunalen Projektes zur Umsetzung des Klimaschutz- bzw. Teilkonzeptes neu einzustellende fachlich-inhaltliche Unterstützung („Klimaschutzmanager(-in)“), soweit der Aufgabenumfang eine fachlich-inhaltliche Unterstützung rechtfertigt.

    Voraussetzungen für die Förderung der fachlich-inhaltlichen Unterstützung sind ein Klimaschutzkonzept bzw. Teilkonzept, das nicht älter als drei Jahre ist, sowie ein Beschluss des obersten Entscheidungsgremiums über die Umsetzung der Konzepte und den Aufbau eines Klimaschutz-Controllingsystems. Die fachlich-inhaltliche Unterstützung kann u. a. inhaltliche Zuarbeiten, fachliche Unterstützung, Informations-, Schulungs- und Vernetzungsaktivitäten sowie Beratung zur Inanspruchnahme von Förderprogrammen für die Umsetzung der Maßnahmen, aber auch eine Implementierung des EMAS-Systems umfassen. Ebenso ist die Teilnahme am Modellversuch „Flächenzertifikatehandel“ des Bundes förderfähig.

    Im Regelfall erfolgt die Förderung der fachlich-inhaltlichen Unterstützung durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von bis zu 65 % der zuwendungsfähigen Ausgaben.

    Förderfähige kommunale Projekte zur Umsetzung des Klimaschutzkonzepts müssen Aufgaben für mindestens eine halbe Personalstelle umfassen, im Falle von Teilkonzepten für Industrie- und Gewerbeparks für mindestens eine 30 %-Stelle. Der Förderzeitraum für die fachlich-inhaltliche Unterstützung der Umsetzung von Klimaschutzkonzepten beträgt maximal drei Jahre und von Teilkonzepten maximal zwei Jahre, im Falle von Teilkonzepten für Industrie- und Gewerbeparks maximal vier Jahre.

 

  • Anschlussvorhaben in Bezug auf die Stelle für Klimaschutzmanagement

    Gefördert wird die Fortsetzung der Tätigkeit der im Rahmen des kommunalen Projektes zur Umsetzung des Klimaschutz- bzw. Teilkonzeptes bereits eingestellten fachlich-inhaltlichen Unterstützung („Klimaschutzmanager/Klimaschutzmanagerin“) zur Umsetzung von zusätzlichen Maßnahmen des Klimaschutz- bzw. Teilkonzepts, die mindestens eine halbe Personalstelle rechtfertigen.

    Der Folgeantrag auf Fortsetzung der fachlich-inhaltlichen Unterstützung soll einen nahtlosen Anschluss an das vorherige Förderprojekt ermöglichen. Im Regelfall erfolgt die Förderung der fachlich-inhaltlichen Unterstützung durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von bis zu 40 % der zuwendungsfähigen Ausgaben. Der Förderzeitraum für die Verlängerung der fachlich-inhaltlichen Unterstützung der Umsetzung von Klimaschutzkonzepten beträgt maximal zwei Jahre und von Teilkonzepten maximal ein Jahr.

 

  • Durchführung einer ausgewählten Klimaschutzmaßnahme im Rahmen des Klimaschutzmanagements

    Gefördert wird eine auszuwählende Klimaschutzmaßnahme im Rahmen einer bewilligten fachlich-inhaltlichen Unterstützung aus dem umzusetzenden Konzept.

    In der Regel müssen durch die geförderte Maßnahme zur CO2-Einsparung mindestens 80 % CO2 eingespart werden. Die maximale Förderhöhe beträgt 50 % der nachgewiesenen Kosten für Maßnahmen mit Klimarelevanz. Die maximale Fördersumme pro Maßnahme beträgt 200.000€.

 

  • Klimaschutzmanagement für die Einführung bzw. Weiterführung von Energiesparmodellen an Schulen und Kindertagesstätten

    Gefördert wird die Realisierung von Energiesparmodellen an Schulen und Kindertagesstätten (wie zum Beispiel die so genannten fifty/fifty-Modelle). Voraussetzung ist ein Beschluss des obersten Entscheidungsgremiums zur Einführung eines Energiesparmodells an Kindertagesstätten oder Schulen.

    Zuwendungsfähig sind entweder die Sach- und Personalausgaben für Fachpersonal, das im Rahmen des Projektes zusätzlich eingestellt wird („Klimaschutzmanagerin/Klimaschutzmanager“) oder die Sach- und Personalausgaben fachkundiger Dritter. Im Regelfall erfolgt die Förderung durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von bis zu 65 % der zuwendungsfähigen Ausgaben.

    Die Höhe der förderfähigen Ausgaben eines Vorhabens muss so bemessen sein, dass sich eine Zuwendung in Höhe von mindestens 10.000 € ergibt. Der Förderzeitraum für Energiesparmodelle beträgt maximal drei Jahre.

 

Weitere Informationen zu den Folgeförderungen finden sich auf den Internetseiten des BMU und PTJ:

Anschauliche Informationsbroschüren finden Sie auf der Themenseite des BMUB:

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