Die Bundesregierung hat sich in ihrem Energiekonzept bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zum Ziel gesetzt. Daher fördert das Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) Klimaschutz und Energieeffizienz in Kommunen und Städten durch integrierte Quartierskonzepte und Sanierungsmanager. 

Meist sind integrierte Quartierskonzepte Teil oder entwickeln sich aus einem integrierten Klimaschutzkonzept. Die in dieser hinsicht sehr detaillierten Quartierskonzepte können jedoch auch ohne ein vorheriges Klimaschutzkonzept aufgestellt werden. Ziel von Quartierskonzepten ist es, umfassende Maßnahmen im Quartier, Ortsteil oder zum Beispiel in einem Wohngebiet in die Energieeffizienz der Gebäude und der Infrastruktur anzustoßen. Ein wichtiger Bestandteil eines integrierten Quartierskonzepts ist die aktive Einbindung der Anwohner und Immobilieneigentümer. Teil des Untersuchungsumfangs kann beispielsweise die Ermittlung von Effizienzsteigerungsmaßnahmen im Gebäudebestand und die Prüfung von Einsatzmöglichkeiten für erneuerbare Energien in Quartieren sein.  Gleichzeitig sollen bereits Investorengruppen in den Sanierungsprozess einbezogen werden.

Folgende Inhalte werden in einem Integrierten Quartierskonzept untersucht:

  • Ausgangsanalyse: Wer sind die größten Energieverbraucher im Quartier? Wo liegen die Potenziale für Energieeinsparung und -effizienz? Wie soll die Gesamtenergiebilanz des Quartiers nach der Sanierung aussehen?
  • konkrete Maßnahmen und deren Ausgestaltung
  • Kosten, Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen
  • Erfolgskontrolle
  • Zeitplan, Prioritäten, Mobilisierung der Akteure
  • Information und Beratung, Öffentlichkeitsarbeit

Der Zuschuss beträgt 65 % der förderfähigen Kosten für die Aufstellung des Integrierten Quartierskonzepts.Die Finanzierung des 35-prozentigen Eigenanteils kann aus weiteren Fördermitteln der EU, der Länder, durch eigene Mittel der Kommune oder durch Mittel der in die Entwicklung oder Umsetzung des integrierten Konzepts beteiligten Akteure dargestellt werden. Für finanzschwache Kommunen, die ein Haushaltssicherungskonzept aufzustellen haben kann der Eigenanteil im Einzelfall auf 95 % der förderfähigen Kosten erhöht werden.

Neben der Aufstellung des strategischen Gesamtkonzepts für das untersuchte Quartier kommt der anschließenden Förderung einer Personalstelle in Form eines Sanierungsmanagers eine bedeutende Rolle zu. Dieser kann sich im Anschluss um die aktive Umsetzung des Konzepts kümmern.

 

Weitere Informationen finden sich auf den Internetseiten des BMVI und KfW:

 zurück