Der Freistaat Bayern fördert bayerische Kommunen und andere Körperschaften des öffentlichen Rechts (z.B. Kirchen) bei der Planung von Klimaschutzmaßnahmen, deren Ziel es ist, CO2-Emissionen in Bayern weiter zu verringern. Gefördert werden z.B. folgende Maßnahmen:

  • Ermittlung und Vorbereitung von Treibhausgas-Minderungsmaßnahmen sowie Durchführung nichtinvestiver Treibhausgas-Minderungsmaßnahmen (jeweils bei öffentlic hen Gebäuden) durch
    • den Aufbau von Strukturen zur Optimierung des Betriebs von Liegenschaften mittels Energiemanagement oder vergleichbare andere nichtinvestive Vorhaben,
    • die Erfassung des energetischen Zustands einer Liegenschaft, die Ermittlung vorhandener Einsparpotentiale sowie die Ausarbeitung von Vorschlägen für bauliche, technische und das Nutzerverhalten beeinflussende Maßnahmen zur Energieeinsparung (jeweils in Form einer Ausführungs- oder Umsetzungsplanung, nicht in Form einer Variantenentwicklung),
    • die Beratung und Schulung von Gebäudeverantwortlichen,
    • eine Beratung und Begleitung bei der Realisierung treibhausgasmindernder Vorhaben (energetische Sanierungsplanung) sowie
    • die Vorbereitung, Ausschreibung und beratende Begleitung bei der Durchführung von Maßnahmen zum Energieeinsparcontracting sowie zum Energieliefercontracting.

  • Aufbau und Betrieb von nachhaltigen Strukturen und Prozessen zur Optimierung und Umsetzung von Treibhausgas-Minderungsmaßnahmen in der Kommune mit den Elementen
    • Betrachtung aller kommunalen Handlungsfelder wie den kommunalen Planungsbereich, die Ver- und Entsorgung, die kommunalen Gebäude und Anlagen, die Mobilität sowie die Informations- und Motivationsaktivitäten für die Zielgruppen Haushalte, Gewerbe und Industrie sowie Handel und Dienstleitungswirtschaft,
    • Beteiligung von Entscheidungsträgern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sowie wichtiger externer Multiplikatoren und Akteure,
    • Analyse der Ausgangssituation in der Kommune,
    • Bewertung der Ausgangssituation, Entwicklung von Maßnahmen und Bewertung der Maßnahme hinsichtlich der Wirksamkeit und Realisierbarkeit,
    • Erarbeitung und regelmäßige Fortschreibung eines Aktivitäten- und Maßnahmenkatalogs,
    • Aufbau eines Controllingverfahrens und Etablierung als zyklischer Verbesserungsprozess,
    • Beteiligung an Erfahrungsaustauschen und Netzwerken und
    • ggf. Teilnahme an einem Zertifizierungsverfahren und/oder Benchmarking.

  • In Einzelfällen die Umsetzung der ermittelten und vorbereiteten Treibhausgas-Minderungsmaßnahmen (also auch jeweils nur bei öffentlichen Gebäuden) entweder in Form von Demonstrationsvorhaben und Pilotprojekten oder in Form von Vorhaben mit folgenden klimaverträglichen und vorbildlichen Energiestandards:
    • Passivhausstandard bei Neubau (mit einem jährlichen Heizwärmebedarf von maximal15 kWh/m² gemäß den Anforderungen des Passivhausinstituts)
    • Drei-Liter-Haus-Standard bei Gebäudesanierung (mit einem jährlichen Heizwärmebedarf von maximal 30 kWh/m²).

Die Förderung kann bei der jeweils zuständigen Regierung beantragt werden. Die Fördersätze belaufen sich abhängig vom Vorhaben auf 30-50%.

 Quelle: StMUV

Weitere Informationen finden sich auf den Internetseiten des StMUV:

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