KommunaleWertschöpfung

Der Energieverbrauch steht heutzutage noch in einem großen Zusammenhang mit Energieimporten aus den Ursprungsländern fossiler Energieträger. Werden diese Energieimporte durch eigene Produktionen in der Region oder in der Kommune substituiert, wird vor allem die damit verbundene Wertschöpfung in die eigene Region bzw. Kommune verlegt, aber auch in vielen Fällen zusätzliche Wertschöpfungseffekte generiert.

Die Wertschöpfungskette fängt bei der Produktion der Erneuerbare-Energien-Anlagen an und endet bei dem Betrieb der Anlagen durch die Bürger vor Ort. Bereits bei der Produktion der Anlagen kann es sein, dass die örtlichen Bürger in der Wertschöpfungskette involviert sind. In den meisten Fällen stammen die Anlagen jedoch von außerhalb der eigenen Kommune, so dass die Wertschöpf andernorts generiert wird.

Die Kommunen können jedoch bereits bei der Planung und der Installation der EE-Anlagen profitieren, wenn darauf hingewirkt wird, dass diese Leistungen durch kommunale oder zumindest regionale Unternehmen ausgeführt werden. Spätestens bei dem Betrieb der Anlagen kann die Kommune durch Unterstützung kommunaler Bürgerinitiativen darauf hinwirken, dass die Bürger vor Ort von den Potenzialen der regenerativen Energien profitieren. Denn durch den Betrieb der Anlagen fallen in der Regel Gewinne an, die den Bürgern zu Gute kommen können. Ein bewährtes Konzept ist hier die Unterstützung der Bürger bei der Organisation in Bürgerinitiativen.

Zudem fallen bei diesen Gewinnen immer Steuern an, von denen die Kommune direkt profitieren kann. Bei großen Windkraftanlagen fällt beispielsweise ein Teil der Gewerbesteuer in der Kommune an, in der das Windrad steht. Aber auch bei den anderen Formen der regenerativen Energien kann darauf hingewirkt werden, wenn man es schafft, dass die Anlagen auch vor Ort betrieben werden. Denn dann fallen die Gewerbesteuern in der Kommune an, wo der Gewinn durch die Erneuerbare-Energien-Anlagen herkommt.

Ein weiterer indirekter Wertschöpfungseffekt stellt die Beschäftigung vor Ort dar. Durch die Planung und Installation, aber auch durch den Betrieb, werden Menschen vor Ort beschäftigt, deren Einkommenssteuer wiederrum der Kommune zu Gute kommt. Denn die Anlagen müssten nicht nur betrieben, sondern auch gewartet werden, wordurch das örtliche Handwerk genauso profitieren kann, wie Ingenieur- oder Planungsbüros.

Im Großen und Ganzen kann die Kommune so diejenige Wertschöpfung vor Ort behalten, die sonst andernorts durch die weitere Nutzung fossiler Energien generiert wird. Durch all diese Vorteile gilt es für Kommunen also förderlich auf die Akzeptanz von Erneuerbare-Energien-Anlagen hinzuwirken und die Entwicklung durch die Moderation von Bürgerinitiativen zu steuern.