Die Windkraft wandelt die Bewegungsenergie von Luftmassen in mechanische Bewegung um. Diese mechanische Energie wurde früher beispielsweise in Getreidemühlen direkt genutzt. Heute lässt sich diese Energie indirekt, durch Umwandlung mithilfe von Generatortechnik, als elektrische Energie nutzen. Quelle der Energie sind klimatisch bedingte Luftdruckunterschiede an unterschiedlichen Orten der Erdatmosphäre. Bei der Ausgleichsströmung der Luft entlang des Druckgefälles kann diese Energie mithilfe von Windrädern nutzbar gemacht werden. Ein Rotor verwandelt die Bewegungsenergie des Windes in Drehenergie, die wiederum über einen Generator in Strom umgewandelt wird. Dieser Strom kann entweder direkt von einem Verbraucher genutzt, oder durch Einspeisung in das öffentliche Stromnetz allgemein verfügbar gemacht werden. Entscheidend für die Effizienz moderner Windenergieanlagen ist dabei die Nabenhöhe, da die Windgeschwindigkeit und somit das Ertragspotential mit der Höhe deutlich ansteigt, und die überstrichene Fläche des Rotors, da mit zunehmender Fläche auch mehr Energie aus dem Wind genommen werden kann. Zudem sind in den Höhen moderner Windenergieanlagen (aktuell ca. 140m Nabenhöhe) konstantere Windgeschwindigkeiten anzutreffen, durch die auch in windärmeren Regionen wirtschaftlich Strom erzeugt werden kann.

WindEine Reihe moderner Windkraftanlagen

Die Nutzung der Windenergie durch leistungsfähige Anlagen wird allgemein als die effizienteste Methode der regenerativen Energieerzeugung gesehen, und auch in ökonomischer Hinsicht führt die Windenergie das Feld der regenerativen Energien durch niedrige Gestehungskosten an. Lokalpolitisch umstritten ist die Windkraft jedoch oft wegen ihrer optischen Wirkung und des ungewohnten Bildes in der Kulturlandschaft. Hier muss zwischen energiepolitischen Notwendigkeiten und subjektiven Wahrnehmungen, beziehungsweise den gesellschaftlichen Konstruktionen des ästhetischen Empfindens, abgewogen werden.