In integrierten Klimaschutzkonzepten werden die Potenziale zur Energieeinsparung, Effizienzsteigerung und die Potenziale zur Nutzung regenerativer Energien detailliert über alle Verbrauchergruppen hinweg erfasst, die Bevölkerung in den Entscheidungsfindungsprozess mit eingebunden, und den Kommunen Handlungsempfehlungen zur Umsetzung der Potenziale gegeben.

Zentrales Ziel von Klimaschutzkonzepten ist die Ermittlung von Einsparpotenzialen im Bereich CO2-Emissionen und die Aktivierung und Animation der Bevölkerung und aller Verbrauchergruppen. Da CO2-Emissioenn vor allem durch den ineffizienten Verbrauch fossiler Energieträger entstehen, liegt der Fokus bei der Ermittlung von regenrativen Energienpotenzialen, sowie bei den Einsparpotenzialen.  In Prognosen und Szenarien wird die Möglichkeit einer Zielerreichung der nationalen Klimaschutzziele in der Kommune wiedergegeben.

Integrierte Klimaschutzkonzepte sind sozusagen das All-In-One-Paket zur Untersuchung der Möglichkeiten für den Klimaschutz für eine Kommune mit gleichzeitiger Öffentlichkeitsarbeit und -beteiligung und der Einbindung von wichtigen Akteuren aus Gewerbe und Industrie. Der Kommune werden all ihre Potenziale aufgezeigt und ein angepasstes Maßnahmenpaket zur Umsetzung an die Hand gegeben.

Inhalt eines integrierten Klimaschutzkonzeptes:

  • Erfassung des Energieverbrauchs der Kommune nach Sektoren (Private Haushalte, Kommune, Industrie/Gewerbe, Mobilität)
  • Erstellung einer umfassenden Energie- und CO2-Bilanz
  • Öffentlichkeitsarbeit durch Veranstaltungen
  • Partizipation der Bevölkerung und wichtiger Akteure durch Workshops
  • Potenzialanalyse für regenerative Energien
  • Szenarienentwicklung zur Umsetzung der Potenziale für regenerative Energien
  • Maßnahmenkatalog für die kommunalen Entscheidungsträger als zentrales Konzept zur Umsetzung

Da die Förderung von integrierten Klimaschutzkonzepten auch eine spätere Umsetzung verfolgt, stellt ein solches Konzept gleichzeitig die Voraussetzung für die Beantragung von Fördermöglichkeiten zur Umsetzung dar, bei der unter anderem eine Stelle für einen Klimaschutzmanager und ausgewählte Vorhaben mit besonders hohem CO2-Minderungspotenzial mit hohen Quoten gefördert werden.

Der Zeitraum für die Beantragung dieser Förderung ist beläuft sich für das Jahr 2015 und 2016 auf ein Zeitfenster zwischen dem 01. Januar und 31. März. Außerhalb dieses Zeitraums können keine Anträge eingereicht werden. Zuständiger Fördergeber und Projektträger ist der Projektträger Jülich (PTJ). Anträge müssen bei ihm eingereicht werden.

Für den Förderzeitraum 2015 und 2016 erfolgt die Förderung durch einen Zuschuss in Höhe von 65% der zuwendungsfähigen Kosten. Kommunen, die unter Kommunalaufsicht stehen, und deren Wunsch für ein solches Konzept von der Kommunalaufsicht genehmigt wurde, können diesen Fördersatz auf 85%, erhöhen. Wurde das Konzept durch die Kommunalaufsicht nicht genehmigt, werden sogar bis zu 95% der zuwendungsfähigen Kosten gefördert.

Integrierte Klimaschutzkonzepte können auch von Kommunalverbänden beantragt werden, vor allem wenn die Kommune weniger als 5.000 Einwohner besitzt. Zudem sind integrierte Klimaschutzkonzepte Grundlage für Folgeförderungen, die vom BMUB in Anspruch gewährt werden können.

 

Weitere Informationen finden sich auf den Internetseiten des BMUB und PTJ:

Anschauliche Informationsbroschüren finden Sie auf der Themenseite des BMUB:

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