Förderungen für konzeptionelle Untersuchungen und Beratung:

Konzepte

Die für die Energiecoaching-Kommunen angefertigte Studie zeigt die grundlegenden Potenziale auf, die sich aus dem verantwortungsvollen und effizienten Umgang mit den zur Verfügung stehenden energetischen Ressourcen ergeben. Die Studie kann von den Kommunen als Grundlage für weitere Untersuchungen dienen. Sie zeigt zwar rechnerisch ermittelte Potenziale zur Bedarfsdeckung der privaten Haushalte, gibt jedoch über viele weitere Aspekte noch keine Auskunft. Zudem kann sie nicht den Anspruch erheben, den Kommunen bereits Lösungswege und Handlungsempfehlungen aufzuzeigen, die Potenziale effizient zu nutzen.

Die Bundesregierung, als auch der Freistaat Bayern, möchte die Kommunen in diesem Bereich durch eine Vielfalt, teilweise spezialisierter, Fördermaßnahmen unter die Arme greifen, und diese dazu animieren, die Möglichkeiten der Kommune auszuschöpfen. Der aktuelle Bestand an Fördermaßnahmen soll im Folgenden durch eine exemplarische Liste der gängigsten Maßnahmen dargestellt werden. Da ständig neue Fördermaßnahmen dazukommen und bestehende Förderprogramme fortgeschrieben werden, erhebt die Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Förderungen für investive Maßnahmen:

Heizung

Zur Umsetzung von Energiespar- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen existiert bundesweit eine Vielzahl unterschiedlicher Förderprogramme. Die Marktanreizprogramme für Biomassekessel, Solaranlagen und Wärmepumpen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle(BAFA) sind nur wenige Beispiele. Zudem bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in vielen Bereichen günstige Darlehen mit Tilgungszuschüssen.

Da eine vollständige Aufführung aller Förderprogramme fast unmöglich ist und sich die unterschiedlichen Programme inhaltlich des Öfteren ändern, soll hier lediglich ein Hinweis auf Quellen gegeben werden, die ausführliche Informationen zu den einzelnen Programmen geben.

  • Förderfibel Umweltschutz des LfU

    Eine gute Übersicht bietet unter anderem die Förderfibel des Bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU). Sie umfasst aktuell ca. 120 Förderprogramme und kann unter der folgenden Internetadresse eingesehen werden:

  • BINE Informationsdienst

    Der BINE Informationsdienst hat die Aufgabe, den Informations- und Wissenstransfer aus der Energieforschung in die Anwendungspraxis zu fördern. BINE wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Der BINE Informationsdienst bietet online einen Wegweiser durch die Vielzahl der Förderprogramme in Deutschland. Die Datenbank kann unter der folgenden Internetseite eingesehen werden:

 

Spezielle Förderprogramme für Kommunen im Bereich investiver Maßnahmen:

Neben diesen zuvor genannten Förderungen für investive Maßnahmen existieren ein paar spezielle Förderprogramme, die speziell für Kommunen gedacht sind.

  • Förderung im Bereich Straßenbeleuchtung

    Die Umrüstung der kommunalen Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technologie wird bereits seit 2014 seitens des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und der Nationalen Klimaschutzinitiative nicht mehr gefördert. Bis 2013 konnten hier noch Fördermittel in Anspruch genommen werden.

 

  • Förderung im Bereich Innen- und Hallenbeleuchtung, sowie raumlufttechnische Anlagen

    Im Rahmen der Förderung von Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung im Programm der Nationalen Klimaschutzinitiative werden auch investive Maßnahmen im Bereich der Innen- und Hallenbeleuchtung gefördert. Dabei muss jedoch die LED-Technologie angewendet werden und ein CO2-Minderungspotenzial von mindestens 50% erreicht werden. Gefördert werden der Einbau hocheffizienter LED-Beleuchtungs-, Steuer- und Regelungstechnik bei der Sanierung der Innen- und Hallenbeleuchtung, sowie das Nachrüsten und der Austausch von raumlufttechnischen Geräten im Bestand von Nichtwohngebäuden bei Sanierung.

    Zuwendungsfähig sind alle Ausgaben der Investitionen und der Installation durch qualifiziertes externes Fachpersonal, wenn die Installation nicht durch eigenes Personal durchgeführt werden kann. Die Höhe der Zuwendung muss so bemessen sein, dass sich im Bereich Innen-/Hallenbeleuchtung und raumlufttechnische Anlagen eine Zuwendung in Höhe von mindestens 5.000 € ergibt.

    Die Förderung wird im Wege der Projektförderung als Anteilfinanzierung bei der Innen- und Hallenbeleuchtung durch einen Zuschuss in Höhe von 30 % (2013 waren es noch 40%) und bei raumlufttechnischen Anlagen von bis zu 25% (2014 neu) der zuwendungsfähigen Ausgaben gewährt.

    Die Förderung kann zwischen dem 01.01.2015 und 31.03.2015 bzw. zwischen dem 01.01.2016 und 31.03.2016 beantragt werden.

    Weitere Informationen finden sich auf den Internetseiten des BMU und PTJ:

 

  • CO2-Minderungsprogramm

    Der Freistaat Bayern unterstützt im Rahmen des CO2-Minderungsprogramms bayerische Kommunen und andere Körperschaften des öffentlichen Rechts (zum Beispiel Kirchen) bei der Durchführung von Maßnahmen, die eine Reduzierung der CO2-Emissionen ihrer Liegenschaften zum Ziel haben und damit durch Energieeinsparung einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

    Die Förderung erfolgt projektbezogen im Wege der Anteilfinanzierung:

    • Fördersatz: 40 – 50 Prozent
    • Förderuntergrenze: 5.000 Euro (zuwendungsfähige Kosten)
    • Förderobergrenze: 30.000 Euro (Zuwendung)
      Bei der Umsetzung von Maßnahmen entfällt die Förderobergrenze.

    Weitere Informationen zu den aktuellen Förderbedingungen finden sich auf der Internetseite des StMUG:

 

  • Förderprogramme der LfA Förderbank Bayern

    Die LfA Förderbank Bayern bietet Kommunen mit dem Infrakredit Energie eine langfristige Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeinsparung und Umstellung auf erneuerbare Energieträger sowie für die Bereiche energieeffiziente Stadtbeleuchtung und energieeffiziente Quartiersversorgung an.

    Zudem können über den Infrakredit Kommunal Maßnahmen der allgemeinen Energieeinsparung und der Umstellung auf umweltfreundliche Energieträger, soweit diese nicht im Infrakredit Energie förderfähig sind, günstig finanziert werden.

    Weitere Informationen sind auf der Internetseite des StMWIVT zu finden: